EURRUS Biotech GmbH

Die Diagnose ist durch Anamnese und bei typischen Hauptsymptomen oft leicht zu stellen. 
Bei der Diagnose hilft eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) weiter, bei der unter anderem 

1. das Gesamtvolumen der ein- und ausgeatmeten Luft (Vitalkapazität, VK) und 
2. das in einer Sekunde bei forcierter Ausatmung ausgeatmete Volumen (Einsekundenkapazität, FEV1) bestimmt wird.
Beim Tiffeneau-Wert wird der FEV1-Wert durch den VK-Wert geteilt. FEV1/VC 
Aus dem Verhältnis von Einsekundenkapazität zur Vitalkapazität wird die relative Sekundenkapazität (FEV1 in % der VK) errechnet, die als Maß für die Einengung der Atemwege herangezogen wird. 
Mit Hilfe von Ganzkörperplethysmographie (Bodyplethysmographie) und Spirometrie kann der Atemwegswiderstand und das Ausmaß der Lungenüberblähung bestimmt werden. 
 
Peak-Flow-Meter 
Zur Diagnose und Therapieüberwachung dient auch der PEF-Wert (peak expiratory flow). Dies ist der Maximalwert des Luftflussvolumens (Durchfluss) beim Ausatmen. Er dient als Indikator für den freien Querschnitt in der Luftröhre beim Ausatmen. Dieser Wert sinkt meist schon vor einem Asthmaanfall. Er wird mit einem „Peak-Flow-Meter“ gemessen, welches in verschiedenen altersangepassten Bauformen erhältlich ist. 
Typische Röntgenbefunde für Asthma können in einer akuten Situation auftreten, wie eine vermehrte Strahlentransparenz der Lunge, schmale Herzsilhouette, tiefstehende Zwerchfelle. 
Veränderungen des EKGs beim akuten Asthma-Anfall können vielfältig sein: P-pulmonale, Drehung der Herzachse in Richtung rechts (vom Indifferenztyp zum Steiltyp), SIQIII-Typ als Zeichen einer Rechtsherzbelastung, Sinustachykardie. 
Wichtig bei der Diagnose des Asthma bronchiale ist es zu erkennen, ob eine allergische Empfindlichkeit gegen ein Allergen oder verschiedene Allergene der Umgebung als Auslöser verantwortlich ist. Hierzu bedient man sich verschiedener Allergietests. Auch Provokationsversuche, beispielsweise gegen Arbeitsstoffe, können nötig werden. Bei allergisch bedingtem Asthma kann sich bei der Blutuntersuchung eine Erhöhung der allergietypischen spezifischen IgE (Immunglobuline) und/oder eine Eosinophilie finden. 

Einteilung in folgende Asthma-Schweregrade:
Bezeichnung
Symptome
FEV1 bzw. PEF
(in % des Sollwertes)
1. intermittierend 
Tag: ≤ 1 × pro Woche 
Nacht: ≤ 2 × pro Monat
≥ 80 % 
2. persistierend, leicht 
Tag: < 1 × täglich 
Nacht: > 2 × pro Monat 
≥ 80 % 
3. persistierend, mittelgradig 
Tag: täglich 
Nacht: 1 × pro Woche
60−80 % 
4. persistierend, schwer 
Tag: ständig 
Nacht: häufig
≤ 60 %


Differenzialdiagnosen (Auswahl) 

• Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) 
• Herzinsuffizienz („Asthma cardiale“) 
• Rezidivierende Lungenembolien 
• Verlegung der Luftwege (z. B. Entzündung der Luftröhre, Pseudokrupp) 
• Vocal cord dysfunction (VCD) 
• Hyperventilationssyndrom 
• Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis mit Lungenbeteiligung (z. B. Churg-Strauss-Syndrom, Granulomatose mit Polyangiitis)